LG Q6 Test

Nach dem Vorbild des Flaggschiffs LG G6 hat der südkoreanische Hersteller mit diesem Gerät ein Smartphone für die Mittelklasse ins Leben gerufen. Während Design und Verarbeitungsqualität überzeugen, lassen Ausstattung und ähnliches etwas zu wünschen übrig. In unserem LG Q6 Test erfahrt ihr Genaueres.

Legt man das LG Q6 direkt neben den großen Bruder, dann ist klar ersichtlich, dass sie vom gleichen Konzern beziehungsweise aus der gleichen Zeitspanne stammen. Einfach zu unterscheiden sind die Geräte erst beim Blick auf die Rückseite.

Display: IPS-Panel mit FullHD+-Auflösung

Um die Kosten für das Smartphone gering zu halten, wird bei der Wahl der Bildschirmtechnologie auf IPS gesetzt. Anders als bei vielen Konkurrenz-Smartphones ist hierbei allerdings davon nur wenig zu sehen. Die Farben sind sehr kräftig – fast so wie bei einem AMOLED-Bildschirm. Darüber hinaus ist der Formfaktor des Displays ebenfalls mit jenem des großen Bruders ident. Das Seitenverhältnis beträgt 18:9. Vor allem das Surfen ist dadurch sehr angenehm. Der Bildschirm erstreckt sich im Übrigen über eine Diagonale von 5,5 Zoll und löst in FullHD+ (2.160 x 1.080 Pixel) auf.

LG Q6 Test: Genügend Leistung für den Alltag

Was das Leistungspotential des LG Q6 betrifft, gibt es im Alltag eigentlich kaum etwas daran auszusetzen. Für alltägliche Anwendungen wie WhatsApp, Facebook, Instagram und Co. reicht sie vollkommen problemlos aus. Auch der Wechsel zwischen mehreren Apps geht schnell von statten. Für sämtliche Rechenoperationen zeichnen sich ein Qualcomm Snapdragon 435 Octa Core-Prozessor, der mit einer Taktfrequenz von 1,4 GHz arbeitet, sowie ein 3 GB großer Arbeitsspeicher verantwortlich. Bis auf High-End-Nutzer, die auf dem Smartphone aufwändige Spiele zocken, werden mit der Leistung durchaus zufrieden sein.

Akku: Durchschnittlich lange Laufzeit

Trotz der Einsparungsmaßnahmen beim Bildschirm sowie den internen Komponenten kommt das LG Q6 nur auf eine mittelmäßige Akkulaufzeit. In unserem Test kommt das Smartphone auf eine typische Laufzeit von nicht ganz 15 Stunden. Für den Alltag ist das zwar ausreichend, allerdings gibt es hier kaum Reserven. Wenn das Smartphone überdurchschnittlich viel benutzt wird, dann kann der Saft sogar schon vor dem Schlafengehen zur Neige gehen.

LG Q6 Test: Design des großen Bruders

Wie eigentlich die meisten Hersteller, bleibt sich auch LG einer Designsprache treu. Deshalb sieht das LG Q6 auf den ersten Blick wie sein großer Bruder aus – zumindest wenn man es von vorne betrachtet. Der Bildschirm verfügt an den Seiten fast keine Ränder, während die Ecken abgerundet ins Gehäuse eingepasst werden. Gefertigt wird die äußere Hülle aus einer Mischung aus Kunststoff und Aluminium. Die Rückseite lässt im Hinblick auf die Materialwahl etwas zu wünschen übrig, allerdings ist die gebürstete Aluminium-Optik ansprechend gewählt.

Verarbeitung: Tadellos

Im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität kann man sich ebenfalls nicht beklagen. LG hat die Materialien erstklassig verarbeitet. Die Spaltmaße verlaufen gleichmäßig, es gibt keine Druckstellen und das Gerät fühlt sich sehr wertig an.

Haptik: Angenehmes Feeling

Sowohl Design als auch Verarbeitung sind in gewisser Weise für die Haptik entscheidend. Aufgrund des kompakten Formfaktors, der gewählten Materialien sowie der tadellosen Verarbeitung dieser gibt es an der Haptik des LG Q6 nichts auszusetzen. Kaum ein anderes Smartphone der Mittelklasse liegt derartig angenehm in der Hand und vermittelt dabei einen vergleichbar hochwertigen Eindruck. Die Bedienung mit einer Hand ist aufgrund des Seitenverhältnisses problemlos möglich. Unterm Strich sorgt die Kombination dieser Komponenten für ein sehr positives Teilergebnis in unserem LG Q6 Test.

LG Q6 Test: Kamera mit offensichtlichen Schwächen

Hier hätte sich der südkoreanische Hersteller mehr am Flaggschiff orientieren sollen, denn die Leistung der Kameralinsen lässt teilweise sehr zu wünschen übrig. Während die 13 MP-Kamera an der Rückseite bei optimalen Lichtverhältnissen ganz akzeptable Fotos knippst, weisen sie bei leichter Dämmerung oder in der Nacht ein deutliches Rauschen auf. Ein Problem das zwar viele Smartphones haben, allerdings hier besonders stark auffällt. Gleiches gilt auch für die 5 MP-Kamera an der Vorderseite.

Als kleines Trostpflaster gibt es eine Reihe von zusätzlichen Kamera-Features, wie beispielsweise den GIF-Modus, einen Autofokus sowie die quadratische Kamera.

Ausstattung: Ausreichend, allerdings nicht perfekt

Bereits der Blick auf das Datenblatt zeigt, dass LG bei der Ausstattung des LG Q6 nicht ganz in die vollen geht – natürlich zugunsten des Preises. microSD-Slot, LTE, NFC, WLAN b/g/n, Bluetooth 4.2 sind mit an Bord. Allerdings fehlt Die Unterstützung des 5 GHz-WLAN sowie ein Fingerabdruckscanner. Viele vergleichbare Konkurrenz-Smartphones besitzen den biometrischen Scanner um ein schnelles beziehungsweise bequemes Einloggen zu ermöglichen. Ebenfalls nicht mit an Bord: eine USB C-Schnittstelle. Stattdessen muss man mit dem bereits veralteten microUSB-Anschluss vorliebnehmen.

LG Q6 Test

LG Q6 Test: Fazit

Im Hinblick auf Design, Haptik und Verarbeitungsqualität kann das LG Q6 gegenüber vielen Konkurrenten aus dieser Preisklasse punkten. Wenn es allerdings um die Ausstattung sowie die Kameraleistung geht, muss der Nutzer mit Abstrichen rechnen. Währen die Leistung noch aufgrund des Preises verkraftbar und im Alltag kaum spürbar ist, weist die Kamera starke Defizite auf. Bei der Ausstattung wäre noch ein Fingerabdruckscanner wünschenswert.

Display

Leistung

Akku

Design

Verarbeitung

Haptik

Kamera

Ausstattung

Gesamtbewertung

Benchmarks

GeekBench (Single-Core): 616

GeekBench (Multi-Core): 2009

GFXBench: 798

Akkulaufzeit: 14:48

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