Apple und Samsung sind Freunde

Seit dem 27. Oktober 2017 ist das iPhone X vorbestellbar und wird ab dem 3. November 2017 ausgeliefert. Unter anderem wegen dem neuen iPhone X sind Apple und Samsung enge Freunde.

Die beiden großen Smartphone-Hersteller Samsung und Apple haben sich in den letzten Jahren vor allem vor Gericht gesehen. Seit einiger Zeit gibt es allerdings keinen Rechtstreit mehr zwischen den beiden Parteien. Man könnte fast meinen, dass sich die beiden Streithähne zusammengerauft und Frieden geschlossen haben. Allerdings sind die beiden neuerdings dicke Freunde – beziehungsweise zumindest aneinander angewiesen.

Samsung ist nicht nur ein Unternehmen, das Smartphones verkauft, sondern nennt zusätzlich einen riesigen Geschäftszweig sein Eigen, der die Fertigung vieler einzelner Komponenten beinhaltet. Neben OLED-Bildschirmen für Smartphones und Fernseher fertigt Samsung auch Mikroprozessoren und ist bei beiden Komponenten einer der führenden Hersteller weltweit. Vor allem bei den OLED-Displays ist Samsung der Konzern mit den größten Produktionsstätten. Anfang 2017 hielt das südkoreanische Unternehmen einen Marktanteil von über 90 Prozent.

Apple braucht Samsung für das iPhone X

Da das neue iPhone X mit einem OLED-Bildschirm ausgestattet ist und eine riesige Anzahl der iPhone X benötigt wird, ist Samsung die einzige Möglichkeit als Zulieferer. Das weiß natürlich der Konzern, weshalb sie den Preis bestimmen. Die ist unter anderem auch der Grund für den hohen Preis von über 1.000 Euro. Laut KGI Securities verlangt Samsung für einen OLED-Bildschirm um die 120 US-Dollar. Im Vergleich kosten die LCD-Bildschirme des iPhone 8 und iPhone 8 Plus nur rund 55 US-Dollar.

Apple gefällt diese Situation natürlich nicht, weshalb sich der Konzern aus Cupertino um Alternativen bemüht. Konkret hat das Unternehmen bereits 2,7 Milliarden US-Dollar in Samsungs größten Konkurrenten LG Display investiert. Damit sollen vor allem die Produktionskapazitäten für OLED-Bildschirme gesteigert werden. Google hat ebenfalls 880 Millionen US-Dollar an den südkoreanischen Konzern überwiesen, um die Produktionsstätten auszubauen.

Für die nächsten Jahre wird Samsung allerdings seine mehr oder weniger ausgeprägte Monopolstellung weiter ausnutzen, weshalb sich Apple mit dem Tech-Giganten aus Südkorea gut stellen muss. Umgekehrt gilt natürlich das selbe, denn schließlich verdient Samsung mit dem Hersteller der iPhones viel Geld und finanziert einen großen Anteil des rapiden Wachstums.

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