iPhone X: FaceID wird von 150 US-Dollar-Maske ausgetrickst

Es ist passiert: Ein Sicherheitsunternehmen hat tatsächlich FaceID des iPhone X mit einer Maske ausgetrickst. Ist damit dein iPhone X in Gefahr?

Wir haben bereits in unserer iPhone X-Vorschau vor der Sicherheitslücke gewarnt und jetzt ist es tatsächlich passiert: Eine Sicherheitsfirma aus Vietnam hat eine Maske um rund 150 US-Dollar angefertigt, die den Sicherheitsmechanismus des iPhone X überlistet.

Bei der Maske von Bkav handelt es sich um eine Kombination von 3D-Druck, Makeup und 2D-Bildern. Laut den Sicherheitsexperten ist das Anfertigen einer solchen Maske nicht einmal teuer. Rund 150 US-Dollar hat das Exemplar gekostet. Viel schwieriger ist allerdings die benötigten Daten aufzutreiben und diese entsprechend zu verarbeiten.

Erschreckend ist allerdings, wie schnell die Hacker das Gerät überlistet haben. Erst am 5. November haben sie das iPhone X erhalten und nicht einmal eine Woche später haben sie bereits einen Weg gefunden das Sicherheitsfeature zu überlisten.

Das könnte also bedeuten, dass findige Hacker mit entsprechendem Durchhaltevermögen jedes iPhone X entsperren können. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte auf FaceID verzichten und vorerst mit dem Zahlencode Vorlieb nehmen.

Phil Schiller hat auf der Keynote des iPhone X versichert, dass FaceID von Masken nicht ausgetrickst werden kann.
Phil Schiller hat auf der Keynote des iPhone X versichert, dass FaceID von Masken nicht ausgetrickst werden kann.

FaceID: Apple steht unter Zugzwang

Erstmal wird die Glaubwürdigkeit von Apple angezweifelt. Bei der Vorstellung des iPhone X hat Phil Schiller stolz erzählt, dass man mit zahlreichen Makeup-Artisten und Maskenbildnern zusammengearbeitet hat, um eben das zu verhindern.

Gut die Technologie ist noch sehr jung und ist ganz klar nicht perfekt. Für Apple bedeutet das allerdings, dass sie mit einer Lösung um die Ecke kommen müssen. In der Entwicklungsabteilung von Apple wird jetzt vermutlich eine Anpassung beziehungsweise Verbesserung des Algorithmus ganz oben auf der Agenda stehen.