Das spanische Unternehmen BQ hat mit dem Aquaris X Pro ein neues Flaggschiff auf den Markt gebracht, dass sich sowohl optisch als auch technisch durchaus sehen lassen kann. Alle Stärken und Schwächen verrät unser Test.

Eines gleich einmal vorweg: Das BQ Aquaris X Pro ist kein Flaggschiff, dass sich mit dem LG G6 oder Galaxy S8 messen möchte, sondern es ist eher für diejenigen entwickelt worden, die möglichst viel Smartphone für relativ kleines Geld wollen.

Sehr schönes Design

Für ein Gerät in dieser Preisklasse kann das Aquaris X Pro mit einer besonders schönen Optik aufwarten. Dazu steuert vor allem die Rückseite einen großen Teil bei. Der Klavierlack sticht vor allem bei der schwarzen Farbvariante ins Auge. Dieses elegante Erscheinungsbild fordert allerdings ihren Tribut, denn die Rückseite gilt als Magnet für Fingerabdrücke. Der Rahmen des Geräts besteht aus Metall und die Rückseite ist zu den Kanten hin abgerundet. Dadurch sorgt der Konzern für eine besonders angenehme Haptik.

An der Front wird auf diverse Besonderheiten verzichtet. Das IPS-Display erstreckt sich über eine Diagonale von 5,2 Zoll und sorgt dank 2.5D-Technologie für einen flüssigen Übergang ins Gehäuse, wodurch die Wertigkeit noch zusätzlich gefördert wird. Die Auflösung von FullHD (1.920 x 1.080 Pixel) reicht für das Gerät vollkommen aus und lässt sämtliche Bilder beziehungsweise Inhalte scharf aussehen.

BQ Aquaris X Pro: Durchschnittliche Performance

Die Leistung fällt für ein Mittelklasse-Smartphone sehr durchschnittlich aus. In erster Linie ist dafür der Snapdragon 626 Octa-Core verantwortlich, der mit einer maximalen Taktfrequenz von 2,2 GHz arbeitet. Als GPU kommt ein Adreno 506-Chip zum Einsatz, die durchaus auch grafikintensive Spiele meistert. Apps wie Riptide GT oder ähnliche zwingen die Grafikeinheit allerdings in die Knie, wie auch unser GFXBench-Resultat zeigt.

Für WhatsApp, Facebook und Co. reicht die Leistung vollkommen aus.

Der integrierte Arbeitsspeicher misst eine Kapazität von 4 GB. Der interne Speicher ist von der jeweiligen Modellvariante abhängig. Zur Auswahl stehen die Smartphones mit 64 GB sowie 128 GB.

In unserem Test ist uns die Geschwindigkeit im Alltag aufgefallen. Hin und wieder braucht das Gerät etwas lange um die App-Übersicht zu öffnen oder um die aktiven Programme anzuzeigen. Darüber hinaus ist die Tastatur beim Wechsel von Groß- auf Kleinbuchstaben etwas langsam. Das waren zwar nur Einzelfälle, allerdings können diese schon für einen oder anderen Frustmoment sorgen.

Herausragende Kamera

Im Zeitalter der neuen Medien ist eine gute Kamera für die Käufer eines Smartphones natürlich ebenfalls wichtig. Der 12MP-Sensor, der jenem des Galaxy S7 ähnelt, wurde hinter eine f/1.8-Blende gelegt und mit einer Vielzahl an Softwarefunktionen ausgestattet. Zum Beispiel knippst ein Algorithmus beim Auslösen des Fotos gleich sieben Fotos. Anschließend werden diese analysiert und zusammengefügt, um das bestmögliche Endresultat zu gewährleisten. Die Automatik funktioniert sehr zuverlässig und sorgt für wirklich beeindruckende Fotos. Trotz der Berechnung, die im Hintergrund stattfindet und bis zu 2 Sekunden dauern kann, können trotzdem bereits währenddessen weitere Fotos geschossen werden.

Darüber hinaus bietet der Video-Modus der Smartphones ebenfalls eine Besonderheit: die Videostabilisierung. Zusammen mit dem Unternehmen vidhance sorgt BQ für absolut wackelfreie Aufnahmen. Dabei verzichtet der Hersteller gänzlich auf eine hardwareseitige Lösung, sondern setzt auf einen entsprechenden Algorithmus. Dieser analysiert die Bewegungen des Smartphones und gleicht diese im selben Augenblick aus.

Der Kamera an der Vorderseite liegt ein 8-MP-Sensor mit f/2.0-Blende zugrunde. Zusammen mit einem Front-Blitz sorgt dieser für sogar in der Nacht für das perfekte Selfie.

Außergewöhnliche Kamera für Fotos und Videos

Sonstige Besonderheiten und Android 7.0 Nougat

Auch wenn für das Unternehmen die Kameras der Smartphones besonders wichtig waren und sehr viel Zeit in deren Entwicklung beziehungsweise Optimierung gesteckt wurde, hat man noch einige Besonderheiten zusätzlich integriert. Unter anderem gibt es an der Rückseite einen Fingerabdruckscanner, der den schnellen und komfortablen Zugriff auf das Betriebssystem ermöglicht. Apropos Betriebssystem: Ab Werk kommt das BQ Aquaris X Pro mit Android 7.0 Nougat daher. Der Hersteller ist darüber hinaus bemüht kommende Android-Versionen ebenfalls auf das Smartphone zu bringen. Dank dem Einsatz eines aktuellen Qualcomm-Prozessors profitiert das Gerät zudem von QuickCharge 3.0. Damit lässt sich der 3.100 mAh große Akku innerhalb von nur 30 Minuten bis zu 50 Prozent aufladen.

BQ Aquaris X Pro Test: Fazit

Das neue BQ Aquaris X Pro bietet ein sehr rundes Gesamtpaket für relativ wenig Geld. Das Gerät besitzt eine sehr gute Kamera, kann im Hinblick auf die Performance alltägliche Aufgaben vollkommen problemlos bewältigen und sieht dabei auch noch gut aus. Kaum ein anderes Gerät in der Mittelklasse kann für einen Preis von 379,90 Euro derart viele Bereiche abdecken. Vor allem die Kamera-Performance hat uns überzeugt. Enthusiasten und mobile Gamer werden mit dem Gerät nicht glücklich werden. Alle anderen können hier getrost zugreifen.

Display

Leistung

Akku

Design

Verarbeitung

Haptik

Kamera

Ausstattung

Gesamtbewertung

Benchmarks

GeekBench (Single-Core): 939

GeekBench (Multi-Core): 4625

GFXBench: 1286

Akkulaufzeit: 8:54