Mit den iPhone 6 und iPhone 6 Plus-Modellen hat Apple endlich die Barriere gesprengt und erstmals Smartphones mit einem größeren Display vorgestellt. Doch ist das iPhone 6 noch immer ein iPhone oder ist damit das Flair verloren gegangen? Wir haben uns das Gerät einmal angesehen.

iPhone 6 Test: iphone6-gallery4-2015

iPhone 6: Neues Design

Wie üblich, wurde das Design beim Smartphone nach dem S-Modell wieder vollkommen überarbeitet. Im Falle des iPhone 6 aber nicht unbedingt zum Besseren. Auch wenn es jetzt in einem Alu-Unibody steckt und sich ohne Frage auch sehr hochwertig anfühlt, so sind die verwendeten Materialien nicht ganz auf dem Level des iPhone 4 oder iPhone 5. Vor allem der Aluminium-Rahmen an den Rändern, ist verschwunden und vermittelt jetzt einen deutlich billigeren Look.

Zusätzlich zu den Rändern besitzt die Rückseite jetzt ein paar Plastikstreifen, die ein wenig so aussehen, als hätte jemand auf dem iPhone mit Edding gezeichnet. Diese Streifen sind erforderlich, damit die Antennen überhaupt funktionieren. Zudem ragt die Kamera-Linse beim iPhone 6 sowie iPhone 6 Plus aus dem Gehäuse. Zwar besteht die Linse aus Saphir-Glas und ist damit gegen Kratzer geschützt, trotzdem ist das Ganze nicht elegant gelöst.

Der Grund für die herausragende Kamera ist die enorme Dünne des Smartphones. Nur 6,9 Millimeter ist das iPhone 6 dick und somit eines der dünnsten Smartphones auf dem Markt.

Mehr Power dank neuem Prozessor

Neben dem Design hat sich Apple auch um die interne Hardware gekümmert und einen neuen Prozessor entwickelt. Der Apple A8 ist mit zwei Kernen und einer Taktfrequenz von 1,4 GHz für die Rechenarbeit verantwortlich. Dazu gesellt sich ein 1 GB großer Arbeitsspeicher und sorgt dafür, dass die jüngste Version von iOS auf dem iPhone 6 einwandfrei läuft. Zudem gibt es noch eine PowerVR GX6450 Quad-Core-GPU, die für grafikintensive Anwendungen zum Einsatz kommt.

Spiele und rechenintensive Apps packen die iPhones locker.

Auch wenn sich die Spezifikationen im Vergleich zu einem Galaxy S7 beispielsweise langweilig und schwach anhören, verfügt das iPhone 6 über genügend Leistung um stets ein flüssiges Erlebnis zu liefern.

iPhone 6 Test: iphone_6_6_Plus_keynote

iPhone 6: Größere Displays

Erstmals in der Geschichte der iPhones wurde eine Displaygröße jenseits der 4 Zoll-Marke vorgestellt. Das iPhone 6 bietet einen 4,7 Zoll großen Bildschirm, während das iPhone 6 Plus sogar mit einem riesigen 5,5 Zoll Display ausgestattet ist. Nicht nur die Größe hat Apple in die Höhe geschraubt, sondern damit auch bei der Auflösung nachgebessert. Das iPhone 6 löst mit 1334 x 750 Bildpunkten auf, während das iPhone 6 Plus sogar über 1920 x 1080 Pixel verfügt.

Da jene Displays aber ganz klar nicht mehr mit einer Hand bedienbar sind, hat Apple ein Feature implementiert, welches das nach wie vor ermöglicht. Durch doppeltes Tippen auf den Home-Button kommt der Bildschirminhalt nach unten und ist damit mit dem Finger leicht zu erreichen. Nach einem Tipp auf das Display fährt der Inhalt wieder nach oben. Das funktioniert sowohl auf dem Home-Screen als auch in einer App. Ein geniales Feature, mit dem die Bedienbarkeit der iPhones, trotz des riesigen Displays erhalten bleibt.

iPhone 6 Test: Mit Hilfe des Doppeltipps auf den Home-Button kann das iPhone trotz seiner Größe mit einer Hand bedient werden.
Mit Hilfe des Doppeltipps auf den Home-Button kann das iPhone trotz seiner Größe mit einer Hand bedient werden.

iPhone 6: Kamera-Test

Die iPhones der siebten Generation verfügen über einen 8 MP-Sensor an der Rückseite mit einer Blende von f/2.2. Die Kamera-Linse kann zudem Videos mit einer Auflösung von 1080p mit 60 fps aufnehmen, während die halbe Auflösung Bildraten von bis zu 240 Bilder pro Sekunde ermöglicht. Die Kamera-Linse auf der Vorderseite bietet zwar nur eine Auflösung von 1,2 MP liefert aber trotzdem ein wirklich überzeugendes Bild. Vor allem Selfies wirken trotz der geringen Auflösung wirklich gut.

NFC und Apple Pay

Erstmals in der Geschichte der iPhones sind die Smartphones mit einer NFC-Schnittstelle ausgestattet. Anders als bei den Android-Smartphones kann diese Verbindung nicht zum Übertragen von Daten zwischen zwei Smartphones genutzt werden. Apple erlaubt nämlich lediglich den Austausch von Informationen über die Apple Pay-Schnittstelle. Der neue Service soll in den nächsten Monaten oder auch Jahren das Bargeld bzw. die Brieftasche ablösen. In Verbindung mit dem Fingerabdruckscanner wird das Bezahlen im Supermarkt zu einem Kinderspiel und ist in wenigen Sekunden erledigt.

Apple Pay im Test des iPhone 6

Leider muss Apple zuerst mit den Banken und Kreditkarten-Unternehmen zusammensetzen und einen Deal aushandeln, bevor es hier in Österreich funktioniert.

iPhone 6: Eine gelungene Weiterentwicklung

Ja, die iPhones sind gelungene Weiterentwicklungen. Apple hat es endlich geschafft, die 4-Zöller hinter sich zu lassen und endlich ein paar Smartphones auf den Markt zu bringen, die auch über größere Displays verfügen. Damit haben jetzt auch Android-Nutzer, die große Bildschirme wollen die Option auf ein iPhone umzusteigen.

Display

Leistung

Akku

Design

Verarbeitung

Haptik

Kamera

Ausstattung

Gesamtbewertung

Benchmarks

GeekBench (Single-Core): 1604

GeekBench (Multi-Core): 2706

GFXBench: 2504

Akkulaufzeit: 6:56

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